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Transformative Vorteile des Argos® Out-of-Roundness (OOR)-Systems in städtischen U-Bahn-Netzen – Eine multidisziplinäre Analyse

Abstract

Der Einsatz von Argos® Out-of-Roundness (OOR)-Messsystemen in U-Bahn-Netze ermöglicht einen Paradigmenwechsel in der prädiktiven Instandhaltung und operativen Optimierung, mit Auswirkungen auf Instandhaltung, Ökonomie und Nutzererfahrung. Durch den Einsatz streckenseitiger Sensorarrays zur Echtzeitüberwachung der Rad-Schiene-Interaktionsdynamik ermöglicht Argos® OOR eine datengestützte Lösung zur Reduktion von Radschäden (wie z.B. Radpolygonisierung) infolge von thermisch induzierten Imperfektionen und Kontaktermüdung. Diese Technologie überwindet reaktive Instandhaltungsansätze und bietet transformative Vorteile in Hinblick auf Systemtechnik und Lebenszyklusmanagement:

  1. Kostenoptimierung prädiktiver Instandhaltung
    Argos OOR ermöglicht eine dynamische Wartungsplanung durch die Korrelation von Radunrundheit (OOR). Mittels prädiktiver Analysen werden Instandhaltungsintervalle durch stochastische Lebensdauermodellierung optimiert, was ungeplante Ausfallzeiten um bis zu 40 % reduziert. Die Reduktion von Wartungen zum nicht optimalen Zeitpunkt (z. B. zu spätes  Reprofilieren) senkt direkte Arbeits- und Materialkosten bei gleichzeitiger Erhöhung der mittleren Betriebsdauer (MTBF) von Radsätzen.
  2. Fahrgastkomfort und Schallminderung als Funktion der Fahrzeug-Gleis-Interaktion
    Radunrundheit erzeugt hochfrequente Vertikalschwingungen, die als körperschallgetragener Lärm (20–500 Hz) durch das Fahrzeug-Gleis-System propagieren. Argos OOR erkennt delta R Abweichungen (≥0,05 mm) frühzeitig und reduziert Resonanzamplituden, wodurch Komfortkennwerte verbessert werden. Die Reduktion dieser nichtlinearen dynamischen Effekte erhöht den Fahrgastkomfort durch die Reduktion psychoakustischer Belastungen – ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit im urbanen Nahverkehr. Zudem minimieren geringere Schwingungstransienten sekundäre Instandhaltungen (z. B. gelockerte Verbindungselemente, Ermüdung elektronischer Bauteile), aber auch etwaiger struktureller Komponenten (Lager, Drehgestelle u. dgl.).  Damit einhergehend reduziert sich auch die Körperschallerregung gegenüber der im urbanen Umfeld oft sehr nahen Wohnbevölkerung.
  3. Infrastrukturerhaltung durch tribologische Schadensbegrenzung
    Unrunde Räder induzieren zyklische Kontaktspannungen oberhalb der Shakedown-Grenze von Schienenoberflächen, was Rollkontaktermüdung (RCF) und Riffelbildung mit begünstigt. Argos® OOR begrenzt dies durch Frühintervention, erhält die Mikrostruktur des Schienenkopfes und verzögert Rissinitiierung. Tribologische Modelle zeigen: Eine 15 %-ige Reduktion der OOR-Amplitude senkt den Schienenverschleiß um bis zu ~22 % und verlängert Schienenaustauschzyklen um 3–5 Jahre. Neben einem erheblichen Vorteil in den Lebenszykluskosten unterstützt dies Nachhaltigkeitsziele durch geringere CO₂-Fußabdrücke bei Schienenproduktion und -entsorgung. Zudem reduziert der Beitrag zum Erhalt der Gleisgeometrie nachträgliches Schleifen, was Partikelemissionen und Streckensperrungen minimiert.

Argos® OOR etabliert sich als Kernbaustein intelligenter Bahnsysteme. Der Einsatz in U-Bahn-Netzen verbindet Zuverlässigkeitsoptimierung, Nutzerkomfort und nachhaltige Infrastrukturverwendung zu einem skalierbaren Baustein für urbane Mobilität der nächsten Generation. Die Technologie unterstützt Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Fahrgast- und Anwohnerwohl – Schlüsselfaktoren für resiliente, hochleistungsfähige Verkehrsnetze im Zeitalter smarter Städte.

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